Weddewarden – Hoch im Norden
Wir haben es zwar schon geschafft, das Bundesland Bremen auf unseren Reiseblog zu schmuggeln. Und zwar mithilfe der Ortschaft Timmersloh, die streng genommen ein Bremer Stadtbezirk ist. Doch jetzt ist uns eingefallen, dass der Stadtstaat Bremen ja schließlich aus zwei Städten besteht, zwischen denen ein ordentliches Stück Niedersachsen liegt. Also ist es nur fair, dass auch Bremerhaven mit einem „Dorf“ auf Landlinse vertreten ist. Daher machen wir uns jetzt auf in den Norden. Zu unserem zweiten Ort in der Freien Hansestadt Bremen.
Apropos Norden, das nehmen wir wörtlich. Mit Weddewarden haben wir uns den Stadt- und zugleich Ortsteil herausgesucht, der im äußersten Norden der Stadtgemeinde Bremerhaven liegt. Und damit auch den äußersten Norden der Freien Hansestadt Bremen markiert. Um ehrlich zu sein, gibt es einen winzigen Teil des Ortsteils Fehrmoor, der durch einen schmalen Streifen Niedersachsens vom restlichen Stadtgebiet abgetrennt ist. Eine Exklave der Stadt und des Bundeslandes, die minimal nördlicher liegt. Dabei handelt es sich jedoch um ein Waldstück. Wer weiß, vielleicht verlieren wir uns ja auch irgendwann mal dahin.
Die älteste Ortschaft Bremerhavens
Jetzt aber zurück zu Weddewarden. Der Stadtteil mit seinen rund 550 Einwohnern liegt im äußersten Nordwesten der Seestadt Bremerhaven an der Außenweser. Hier befindet sich das gigantische Container-Terminal Bremerhaven. Das Areal ist über 3 Millionen Quadratmeter groß. Also über 300 Hektar. Einige der Containerbrücken sind über 100 Meter hoch. Okay, jetzt aber wirklich zurück zu Weddewarden. Was uns hier besonders in Erinnerung bleibt, sind die schmucken Reetdach- und Backsteinhäuser. Wir sind uns bewusst, dass wir diese Worte auf unserem Landleben-Reiseblog recht inflationär einsetzen. Doch was sollen wir machen? Ist halt nun mal so.
Zu den besonderen Gebäuden in Weddewarden zählen unter anderem das Schloss Morgenstern, die Zionkirche und der seit 1978 unter Bremer Denkmalschutz stehende Hof Sibbern. Der Hof von 1838 stammt aus der Bauepoche des Klassizismus. Das Bauernhaus mit Satteldach, das große Tor mit Rundbogen und das reetgedeckte Nebengebäude nehmen einen mit auf Zeitreise in das bäuerliche Weddewarden. Die erste urkundliche Erwähnung reicht zurück bis ins Jahr 1091. Als friesische Ansiedlung unter dem Namen Widewrde. Damit ist Weddewarden urkundlich die älteste Ortschaft von Bremerhaven.




























