Gutglück – Geheimtipp für Erholung
Es ist zwar erst zwei Tage her, dass wir unsere Premiere in Mecklenburg-Vorpommern mit der Ortschaft Kummer gefeiert haben, doch wenn wir schon mal hier im Nordosten Deutschlands unterwegs sind, legen wir gleich noch eine nach. Auf nach Gutglück. Was für ein Kontrastprogramm. Die Ortschaft ist Teil der Gemeinde Fuhlendorf und liegt rund zehn Kilometer vom Ostseestrand Zingst entfernt. Es handelt sich um ein kleines Straßendorf, das vor allem für zwei Dinge bekannt ist. Ferienhäuser und Bildung.
Ersteres erklärt sich von selbst. An der südlichen Boddenküste und nah am Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft gelegen, ruhig, beschaulich, von Landwirtschaft und Naturtourismus geprägt. Durch seine Lage am Bodden ist Gutglück ein beliebter Ausgangspunkt für Radwanderungen. Ein Geheimtipp für Erholungsuchende. Was die Bildung angeht, befindet sich in der Ortschaft das Bildungszentrum Barth/Gutglück. Es wird von dem Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland partnerschaftlich mit dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben betrieben. Unter anderem finden hier Seminare des Bundesfreiwilligendienstes zu sozialen, fachlichen und politischen Inhalten statt. Außerdem kann es auch für Kinder- und Jugendfahrten und andere Veranstaltungen genutzt werden.
Ein Wunsch als Namensgeber
Doch wie kommt dieser kleine Ort zu seinem ungewöhnlichen Namen? Gutglück wird schriftlich erstmals 1827 erwähnt. Die Ortschaft ist damit die jüngste Ansiedlung in der Gemeinde Fuhlendorf, die seit 2018 als Erholungsort staatlich anerkannt ist. Um die Namensgebung von Gutglück ringt sich eine Geschichte. Laut einer gängigen Sage soll ein Beobachter beim Bau des ersten Hauses – für die damalige Zeit eher ungewöhnlich – dem Bauherrn den niederdeutschen Wunsch „Na dann, gauden Glück!“ zugerufen haben. Wir übersetzen mal: „Na dann, viel Glück!“ Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit der heutige Ortsname. Und auch wir dürfen uns glücklich schätzen, dass wir uns in diese kleine Idylle verirrt haben. Die Nähe zum Meer und die Ruhe in der von Wald und Bodden umgebenen Region hat gutgetan. Mal sehen, was Meck-Pomm bei unserem nächsten Besuch für uns bereithält.













